Tag sechs

Was wenn ein Wort. Aus der Tiefe gestemmt, hervorgeangelt aus dem Irgendwo. Geschleust durch unwirtliches Gefilde, vorbeigezerrt an lauter Geröll, das da reihum lagert, keine weiss Genaueres. Hindurch durch garstiges Wetter, giftigen Wind, der in die Silben gefahren, an den Buchstaben gerüttelt. Die ohnehin schon prekär zusammengefügt nun drohen auseinanderzufallen und oben und unten bös zerfleddert, die Serifen futsch. Und doch steht es nun da. Und wartet. Ob da noch eins kommt.

Sie sitzt am Tisch und liest Zahlen. Sie werden immer grösser. Was ist da nur über uns hereingebrochen, denkt sie und: ich sah einen Menschen vorbeigehen. Es ist noch nicht lange her.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0