Auf Buchstaben gehen. Zusammenfügen, was zuvor weit auseinanderlag. Was noch nicht war, keine Gestalt angenommen hatte. Unbenannt im Orbit des Formlosen seine Bahnen trieb. Unaufhörlich, still und gegenwärtig, immerzu.

 

 

Zusammenfügen, was weit auseinander in der Höhe und der Tiefe stumm mit den Armen schlenkert, sich in die Ritzen zwängt, in Luft auflöst, zwischen steil aufragenden Felswänden das Echo hin und her jagt, in Erdspalten haust, aufgelassene Fabriken bewohnt, aus den Fluten steigt, im Sumpf watet, ins Tram sich zwängt, an der Bar den müden Kopf in den Händen hält.

 

 

Auf Buchstaben gehen. Ein Springen ohne Sicht.

 

Neues schaffen, Wiederholungen nicht schrecken. Zusammenfügen, was nicht zusammengehört. Gestalt geben. Weil sonst kein Fortkommen ist. Weil die Tiefe der schwarzen Ohnmacht Formloses über alles liebt. Damit sie verschlingen könne. Was sich nicht sperrt, was keinen Namen, kein Wort. Was dem Einverleiben ins Nichts willig sich fügt.

 

 

Im lauten Getümmel von lauter Zufälligem Vereinzeltes herausfischen. Zufällig. In Vor- und Nachsilben kleiden, der Struktur von Punkten und Kommas anverwandeln. Damit ein Sinn sei.

 

 

Willkür in Kauf nehmen. Da es nur ein Name, der genauso auch anders. Sein könnte.

 

 

Nicht das Werben des Scheinbaren erwidern. Das hemmungslose Säuseln der mittigen Lächeln, des stupenden Entgegenkommens. Die ständig schmierig das Unebene und Eckige schleifen.

 

 

Auf Buchstaben gehen. Gestalt ertrotzen. Sinn erschaffen. Weil man nicht verrecken will.