M ö g l i c h k e i t s s i n n

Deutungshoheit und Narrenfreiheit

Sich an Bedeutungen schadlos halten. Ohne Angst vor der Leere den Sinn überspringen. Konjunktionen ausspucken und die lose treibenden Satzglieder hemmungslos dem Fluss der Zeit überlassen. Der zeichenhaften Völlerei frönen oder die Zwischenräume ausbauen. Gehen, ohne sich um den Weg zu kümmern.

Wo wohnt es, wenn es wohnt? Und wie finde ich es? Wie viel Steine müssen angehoben werden? Umgedreht? Woran ist es zu erkennen? Und auf den wievielten Blick? Wie ist das Handelsübliche zu entlarven? Zu hintertreiben?

 

Kann der Kopf immer über Wasser bleiben? Und wie ist zu atmen, wenn nicht?

Auf Buchstaben gehen. Zusammenfügen, was vielleicht gar nicht zusammengehört. Zwischenräume achten. Doch nicht fliegen können. Bisweilen auf den Zeichen sitzenbleiben. Ungefragt. Fliehende Zeit. Zusammengefügtes auseinanderfallen sehen. Auf Buchstaben gehen. Sie mit fliegenden Armen einfangen. Als ob es Schmetterlinge wären. Und deshalb die Hände nicht schliessen können. Auf Buchstaben gehen. Zwischenräume umgeben Zusammengefügtes. Schmetterlinge suchen das Licht. Bisweilen drängt unerhört dicht das Dunkel herauf. Auf Buchstaben gehen. Ein Springen ohne Sicht.