Tod.

 

Er ist der Rand, über den man nicht hinaussieht. Aber sich ständig daran reibt. Der einen in die Schranken des Lebens verweist. Anzieht, schreckt. Immerzu. Bis es zu Ende ist.

 

 

 

Im Leben ist er nicht. Und überall, wo Leben ist, ist er.

 

Eine Negation. Eingewoben.

 

 

 

 

 

 

Wo ist der Flug der Schwalben?

 

Wenn der Zweifel wacht und klirrt?

 

 

 

 

 

 

Das Nichts ist dicht und schwer.

Es lagert in mir.

Ich kann es nicht denken.

Aber es denkt mich.

Verleibt mich sich ein.

 

 

 

 

 

 

Der Tod ist dort, wo man nicht hinsieht. Nicht hinsehen kann. Weil dort, wo man hinsieht, nur die Abwesenheit dessen ist, was man zu sehen hinsieht.

 

 

 

 

Es gibt das Leben. Und es ist ein Kommen und Gehen. Und dazwischen nur dies: das Leben. Und was tun wir?

 

 

Dort, wo zuvor noch jemand war. Aber nun nicht mehr.

Dort, wo zuvor noch jemand aus dem Fenster schaute. Aber nun nicht mehr.

Dort, wo zuvor noch jemand die Hand zum leichten Gruss ein wenig anhob. Aber nun nicht mehr.

Dort, wo zuvor noch jemand den Mund zum Sprechen öffnete und schliesslich ein kleines Lachen formte. Aber nun nicht mehr.

Dort, wo zuvor noch jemand die Augen langsam öffnete und den Blick an den Wänden entlanggleiten liess, bis sie fand, was sie suchte. Aber nun nicht mehr.

 

Dort, wo zuvor noch jemand war.

Aber nun nicht mehr.

 

 

Sie ist gegangen. Sie ist tot. Zurück bleiben die andern, die noch leben.